Sie kennen sicherlich das Problem: Einerseits muss
das Zeugnis der Wahrheit entsprechen, andererseits soll der Arbeitnehmer durch
„verständiges Wohlwollen“ nicht in seinem beruflichen Fortkommen behindert
werden. Dieser häufige Zielkonflikt hat zur Herausbildung der sogenannten
„Zeugnissprache“ geführt. Diese geht weit über ein paar codierte Phrasen hinaus
und stellt heute ein sehr komplexes Instrument der Mitarbeiterbewertung dar.
Nur wer die Zeugnissprache sicher beherrscht, ist in der Lage, sowohl guten als
auch schlechten Mitarbeitern ein korrektes und angemessenes Zeugnis zu
erstellen sowie vorliegende Zeugnisse treffsicher zu beurteilen.
Bringen Sie
daher mit diesem Kompaktseminar Ihre Kenntnisse rund um das Thema
Arbeitszeugnisse auf den neuesten Stand. Lernen Sie, wie Sie Arbeitszeugnisse
künftig noch treffender und aussagekräftiger formulieren können, um den Stärken
und Schwächen des jeweiligen Arbeitnehmers besser gerecht zu werden. Erfahren
Sie, wie Sie durch klare, eindeutige Formulierungen langwierige Auseinandersetzungen
mit dem Arbeitnehmer über die Auslegung und Bewertung eines Zeugnisses
vermeiden und wie Sie durch eine systematische, ggf. EDV-gestützte Vorgehensweise
den Zeitaufwand bei der Zeugniserstellung reduzieren können. Verbessern Sie
darüber hinaus Ihre Sicherheit und Ihr Fingerspitzengefühl, wenn es darum geht,
bei Bewerbungen das zwischen den Zeilen Geschriebene richtig zu deuten. Lassen
Sie sich durch diese intensive Schulung fit machen, damit Sie zukünftig beim
Erstellen und Interpretieren von Arbeitszeugnissen noch überzeugender und
sicherer agieren!
Seminarinhalte:
Zeugnisaufbau und -aufmachung,
Optimierung von Erstellungsprozessen
· Zeugniselemente und Gliederung:
-
Wie
ist ein Zeugnis zu gliedern?
-
Was
muss es enthalten?
-
Was
gehört nicht hinein?
-
Wie
lang müssen einzelne Passagen sein?
· Umgang mit Spezialfällen unter
Berücksichtigung aktueller Rechtsprechung:
-
Tätigkeit
mit verschieden Karriereschritten
-
Ausfallzeiten
-
Weiterbeschäftigung
nach der Ausbildung, etc.
· Systematische Herangehensweise
mittels Bewertungsbogen
· Möglichkeiten und Grenzen von
Zeugnissoftware
Lob und Tadel – Formulierungshilfen
für die Praxis
· Wie wird gelobt? Was zeichnet ein
gutes Zeugnis aus?
-
Positivskala-Technik
-
Steigerungsform
und Zeitfaktor
-
Schlüsselworte
-
Beendigungsformel,
Zukunftswünsche, Unterschrift
· Wie wird Kritik ‚wohlwollend’
formuliert?
-
K.O.-Phrasen
-
Reihenfolgetechnik,
Negationstechnik, Passivierungstechnik, Einschränkungstechnik und andere Geheimzeichen
· Praktische Formulierungsübungen
· Musterzeugnisse
· Typische Fehlerquellen: Anhand von
Zeugnisbeispielen aus der Praxis – die
gerne auch von den Teilnehmern vorab anonymisiert zur Verfügung gestellt werden
können – werden Fehler und problematische Formulierungen aufgezeigt und
Verbesserungsmöglichkeiten erörtert
Zeugnisinterpretation – Die Kunst,
zwischen den Zeilen zu lesen
· Systematische Herangehensweise
mittels Analyseschema
· Praxisbeispiele gut und schlecht
gelungener Zeugnistexte
· Praktische Interpretationsübungen
Wer
sollte teilnehmen?
Dieses
praxisorientierte Seminar richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus dem
Personalwesen und Fachvorgesetzte anderer Fachbereiche, die ihre Kenntnisse
rund um das Thema Arbeitszeugnis auf den neuesten Stand bringen wollen.
So arbeiten Sie im Seminar
Die Seminarinhalte werden in Kurzvorträgen unter Verwendung
zahlreicher Praxisbeispiele anschaulich vermittelt. In Einzel- und
Gruppenübungen können die Teilnehmer die erlernten Kenntnisse direkt umsetzen
und festigen. Als Lernmedien kommen unter anderem Metaplantechnik und Beamer
zum Einsatz. Die Teilnehmer erhalten darüber hinaus ausführliche
Seminarunterlagen mit Rasterbögen und Formularen, die auch später in der
betrieblichen Praxis zur Rationalisierung der Vorgehensweise eingesetzt werden
können.
Welche Vorkenntnisse Sie benötigen
Für dieses Seminar werden keine speziellen Fachkenntnisse
vorausgesetzt. Bereits vorhandene Erfahrungen im Schreiben und Interpretieren
von Arbeitszeugnissen sind aber wünschenswert.
Referentin

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Verena Janßen Dipl.-Betriebswirtin, Zeugnisexpertin und Geschäftsführerin VEJA-Zeugnisberatung
Verena
Janßen war lange Jahre als Kauffrau in namhaften Unternehmen tätig,
bevor sie in Hamburg Betriebswirtschaft studierte und sich nach dem
erfolgreichen Abschluss des Studiums 1998 mit Deutschlands erstem
Beratungsservice rund um das Thema Arbeitszeugnisse selbstständig
machte. Die Zeugnisexpertin berät dabei neben Arbeitgebern,
Personalberatungen, Verbänden und Anwälten auch Arbeitnehmer aus Fach-
und Führungsbereichen. Darüber hinaus ist sie u.a. Autorin des von der
Verbraucherzentrale in der Reihe ARD Ratgeber Recht erschienenen
Ratgebers „Arbeitszeugnis“. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die
Entschlüsselung und Bewertung des zwischen den Zeilen Geschriebenen
sowie die Unterstützung bei der treffsicheren Formulierung von
Zeugnissen. |
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